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Einfaches Topf-Brot | Basic-Rezept

Brotbacken- in Zeiten von Corona und Isolation wohl die Lieblingsbeschäftigung der Nation. Hefe, ob trocken oder frisch, ist derzeit ja so gut wie überall gnadenlos ausverkauft und ich kann es verstehen, denn selbst gebackenes Brot ist auch einfach der Wahnsinn. Dieses Rezept sollte eigentlich schon vor der Krise online kommen, aber nun ist es so wie es ist. Es folgt nun ein Hefe-Rezept in Zeiten, in denen wohl die wenigsten Hefe im Haus haben.

Für dieses super leckere Brot braucht man neben Hefe auch noch etwas Zeit und eine Priese Liebe – so ist es gelingsicher! Die Besonderheit ist hier, dass das Brot in einem Topf gebacken wird und so neben der schönen runden Form auch noch ordentlich knusprig wird. Abends wird der Teig vorbereitet und morgens wird der Teig mitsamt Topf nur noch in den Ofen geschoben – dann kann es frisch und noch warm zum Frühstück genossen werden.

Bei dem Rezept handelt es sich um ein Basic-Rezept. Natürlich kann man das Brot auch noch mit Körnern, Nüssen, Gemüse und anderen Zutaten verfeinern. Ich mache auch gerne Kartoffelbrot aus dem Grundteig. Dafür füge ich dem Teig gekochte, zerstampfte Kartoffeln hinzu und ein völlig neues Brot ist entstanden. Nun widmen wir uns aber erstmal dem Grundrezept:

Einfaches Brot aus dem Topf

Vorbereitungszeit8 Stdn.
Backzeit1 Std. 15 Min.
Arbeitszeit10 Min.

Equipment

  • Kochtopf aus emailliertem Stahl

Zutaten

  • 500 g Mehl Deiner Wahl Ich habe Dinkelmehl verwendet.
  • 300 ml kaltes Wasser Je nach Mehlsorte benötigt es mehr Wasser für einen homogenen Teig. Sollte der Teig noch zu trocken sein, sollte schluckweise Wasser hinzu gegeben werden, bis der Teig elastisch ist und sich gut zu einer Kugel formen lässt.
  • 10 g Salz
  • 1 Päckchen Trockenhefe

Anleitungen

Vorbereitung am Vorabend:

  • Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und zu einer Kugel formen. Den Teig anschließend in eine eingeöltes Behältnis mit Deckel geben (Ich habe einen Glasbehälter von Ikea mit einem Füllvolumen von 1,8 Litern verwendet) und über Nacht (mindestens acht Stunden) im Kühlschrank gehen lassen.

So wird das Brot gebacken:

  • Am Morgen wird der Ofen mitsamt dem Topf auf 240 Grad Umluft aufgeheizt.
  • Der Teig wird danach aus dem Kühlschrank geholt und auf einer bemehlten Arbeitsfläche gegeben. Nun wird der Brotteig kurz durch geknetet und erneut zu einer Kugel geformt.
  • Mit dem Messer kann man jetzt beliebige Muster in den Teig ritzen. Dieser Schritt ist aber kein Muss.
  • Sobald der Backofen die Temperatur erreicht hat, kann der Teig im Topf platziert werden. Ich nehme den Topf dafür aus dem Ofen, lege den Deckel zur Seite und lasse den Teig von einem gut bemehlten Holzbrett in den Ofen gleiten. Nun darf der Deckel wieder drauf und das Brot wieder in den Ofen.
  • Nach etwa 15 Minuten schalte ich den Ofen auf 200 Grad herunter und lasse das Brot weitere 60 Minuten backen. Wichtig: Der Deckel vom Topf darf während der gesamten Backzeit nicht geöffnet werden!
  • Nach insgesamt 75-80 Minuten schalte ich den Backofen aus und hole den Topf hinaus. Das Brot hole ich sofort aus dem Topf und gebe es zum Abkühlen auf ein Gitter, damit es nicht weiter backt. Guten Appetit!

Notizen

Welchen Topf kann ich zum Brotbacken verwenden? 
Prinzipiell eignen sich alle ofenfeste Töpfe mit einem dicht schließendem Deckel. Töpfe mit Plastikteilen können nicht verwendet werden. Der Topf sollte mindestens 3 Liter Füllvolumen besitzen. 

Das Brot hat eine so herrliche Kruste und ist so lecker, dass ich es meist im warmen Zustand schon halb aufesse. Einfrieren könnte man das Brot natürlich auch. Das ist bei uns allerdings noch nie passiert, weil das Brot im frischen Zustand meistens schon weg inhaliert wird.

Auch wenn Du Dich bislang nie ans Brotbacken heran getraut hast: Probier es! Etwas einfacheres kann man kaum backen, wirklich. Gerade jetzt ist die Zeit Neues zu probieren und sich neu zu erfinden.
Ich hoffe Dir gefällt dieses Rezept genauso gut wie mir.
Alles Liebe, Joana 🙂